It's (Tea)Keramik-Time

Servus zusammen, ich grüße Euch ,

schön, dass ihr wieder dabei seid.


Falls Du Dir die letzte Podcastfolge noch nicht angehört hast, höre gerne nochmal rein:

https://open.spotify.com/show/3i5x3kMJx0nOGqeeJ8DVr9


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Bevor ich mit dem heutigen wunderschönen Thema beginne, möchte ich den Motivationsimpuls einwerfen, der sehr bedeutend ist, wie ich finde.

Oftmals ist es so, dass wenn es zu spät ist, wir feststellen, dass warten die falsche Entscheidung war.


Wie meine ich das?

Egal ob beruflich oder persönlich gemeint, ist es so, dass wir warten als weise Entscheidung ansehen, doch erst wenn es zu spät ist, eine Chance verstrichen ist, fällt uns auf, dass wir hätten handeln sollen.

Jeder ist seines Glückes Schmied, wie man so schön sagt.


Das heutige Thema beinhaltet mal ein Out of the Box Paket, denn auf den ersten Blick hat dieses Feld nicht viel mit dem Thema Tee zu tun, aber auf den zweiten Blick, stelle ich fest, dass es ohne gar nicht geht. Über Instagram habe ich die liebe Franziska Köllner kennengelernt und wir haben uns auf Anhieb sehr gut verstanden.

Franziska ist seit 1992 Keramikmeisterin und lebt in Leipzig, ist aber ab und an auch in Berlin.



2018 und 2019 hat sie tatsächlich auch mehrere Pop-Up Stores eröffnet und verkauft zudem auf ihrer Webseite verschiedenste Kunst zum Thema Keramik. Wenn Ihr möchtet, könnt Ihr gerne auf ihrer Webseite vorbeischauen, es lohnt sich…

https://franziskamkoellner.com/


Franziska hat eine tolle Passion gefunden, mit der sie es schafft, traditionelles Keramikhandwerk und jahrelange künstlerische Erfahrungen mit modernen Einflüssen zu verbinden.

Natürlich sind, gerade im Design und in der Keramikkunst, die Ansprüche relativ hoch, doch oftmals entstehen dadurch neue kreative Modelle, die sie dann in Restaurants, Hotels, aber auch für den Privatgebrauch anbietet. Bevor ich zu dem Set komme, das ich Euch vorstellen möchte, ist es wichtig vorher auf eine ganz besondere Brenntechnik einzugehen.



Diese Brenntechnik ist in Japan sehr bekannt und nennt sich Raku; sie wurde im 16. Jahrhundert bekannt. Diese Kunst ist sehr einfach und das Spannende daran ist, dass diese Art dem Zufall unterfallen ist. Die Begeisterung ist auch hierher übergeschwappt, denn für viele Künstler ist es der Schlüssel neue Kreativität und einen individuellen Ausdruck in die Objekte einzubringen. Verrückt ist, dass kein Stück einem anderen gleicht, denn es gibt hierbei nur Unikate.

Ist meiner Meinung sehr besonders und fast schon verrückt. Die Technik sieht so aus, dass der Ton zunächst so gestaltet wird, wie man möchte, bevor er geformt und getrocknet wird. Jetzt wird geschrüht, das heißt hierbei handelt es sich um den Rohbrand, der bevor es zum Glasieren geht, bei etwa 960 ° Celsius bearbeitet wird.

Der Raku-Brand ist nun an der Reihe und wenn jetzt das Brenngut in den Ofen eingesetzt ist, kann die Tür geschlossen und der Gasbrenner entfacht werden.

Für die Kenner unter Euch ist es nun wichtig, dass Blechtonnen und Sägemehl bereitgestellt werden. Bei ca. 1000° Celsius werden die glühenden Stücke mit langen Zangen aus dem Ofen geholt.



Jetzt entsteht durch die plötzliche Abkühlung ein extrem feines Rissnetz, auch Craquelée genannt. Die Stücke werden in die bereitgestellten Blechtonnen mit Sägemehl gelegt.

Es gibt hierbei tendenziell noch glühende Stücke, die die Sägespäne entzünden und auch deshalb werden die Tonnen werden verschlossen, dadurch entsteht eine reduzierende Atmosphäre, der Kohlenstoff setzt sich in das feine Rissnetz und in unglasierte Flächen.



Es vergehen hierbei etwa 30 Minuten und die Objekte werden wieder herausgeholt. Wie beim Eier abschrecken werden auch hier die Objekte bei einer Temperatur von etwa 300 – 500 Grad mit kaltem Wasser abgeschreckt

Jetzt kommt der eigentlich spannendste Teil des Ganzen und das Säubern mit Wasser wird vorbereitet. Dies geschieht mit einem Schwamm und Stahlwolle. Nun wird das Objekt in seiner einzigartigen Schönheit „geboren“.

Wenn Du magst, kannst du gerne bei Franziska’s Shop vorbeischauen, echt tolle Stücke dabei: