Japanische Auszeit mithilfe von Tenzan Lab

Aktualisiert: 1. Okt 2020

Servus liebe Teefreunde,



es ist wirklich unglaublich, welch eine Dynamik die Blogbeitragsroutine jeden Freitag angenommen hat und das freut und ehrt mich zugleich…

Der heutige Motivationsimpuls beinhaltet das Thema Zeit , denn your time is ticking !

Du musst keine Zeit mit unnötigen Dinge verschwenden, keiner erwartet von Dir, dass Du dich mit Menschen umgibst, die Dir nicht gut tun…


Ich vergleiche das auch oft in der schnelllebigen Zeit mit einer klassischen Schneekugel, wenn man sie schüttelt, fällt der Schnee herunter und es passiert etwas.

Lässt man sie dann jedoch stehen und ruhen, nimmt das Tempo heraus, dann beruhigt sich der Schnee und es wird klar.

Das kann man auch auf das „normale“ Leben konfigurieren, nehmt Euch manchmal eine Auszeit….

Das heutige Thema ist mehr oder weniger durch einen Zufall entstanden, denn eine Dame, die bei mir im Hotel zu einer Tea Time war, hatte mir diesen Ort herzlichst empfohlen.



Genau solche Momente finde ich toll, denn man kommt automatisch ins Gespräch, ist bei einer solchen Tea Time auf einer anderen Ebene mit den Gästen und ist dann auch offener für Restaurant-Tipps.

Dieser besondere Ort heißt Tenzan Lab und liegt in der Wörther Straße 22 in 10405 Berlin, das in Prenzlauer Berg liegt.

Der Spot hat jeden Tag offen, Montag und Dienstag von 15-20:00 Uhr, Mittwoch – Sonntag ab 14:00 Uhr.

Freitags ist der Laden bis 21:00 geöffnet und samstags bis 22:00 Uhr.

Jetzt fragt Ihr Euch vielleicht, was der Sinn oder das Angebot dieses Spots ist..

Zugegebener Weise ist dies nicht immer direkt in Verbindung stehend zum Thema Tee, aber für Connaisseurs und als Geheimtipp allemal eine super Nummer.

Die Einrichtung ist sehr puristisch und die Wände in sehr dunklen Farben gehalten.

Direkt beim Betreten des Ladens fallen zwei Maschinen auf, die an der Seite eine Kurbel und in deren Mitte dicke, fast schon massive Eisblöcke fixiert sind.



Es dreht sich in diesem Spot alles um das Kakigori-Eis aus Japan, doch auch hier ist wie immer für den Tea Master etwas im Tee-Bereich dabei.

Die Eisblöcke sind sozusagen der Schlüssel zu diesem Eis, das sehr klar ist und perfekt zugeschnitten ist.

Hochwertigem Wasser wird durch eine Spezialbehandlung über 48 Stunden der Sauerstoff entzogen.

Kakigori heißt übersetzt soviel viel „shaved“, also rasiert, ist aber sinnvoller als „geschabtes Eis“

Kalorientechnisch ist es tatsächlich so, dass eine sehr große Portion Kakigori-Eis genau so kalorienreich ist, wie zwei normale Eiskugeln, sagte man mir jedenfalls…

Eine Portion kostet ohne Topping, die man noch dazu bestellen kann, 7-9 Euro, dafür ist die Größe aber wirklich sehr gut..



Welche Sorten nehme ich denn jetzt?

Mich lacht natürlich Matcha-Mascarpone an, doch eigentlich ist hier für jedermann etwas dabei, schaut doch gerne mal vorbei…

Auch spezielle Alternative wie Avocado, Mango, etc. sind hier möglich.

Die Sorten wechseln auch temporär, also ist dieser Spot keine eintönige und langweilige Nummer..

A propos vorbeischauen? Ich glaube jetzt ist übrigens der perfekte Zeitpunkt, um auf meine vergangene Podcastfolge aufmerksam zu machen.

Sehr interessantes Thema, das es verdient, beachtet zu werden, aber hört selbst herein:

https://open.spotify.com/show/3i5x3kMJx0nOGqeeJ8DVr9


Zurück zum Kakigori Eis, das ich mir mit Matcha bestelle, dem ominösen Grüntee-Pulver, das ich aber glaube ich, nicht weiter erläutern muss….

Mascarpone ist übrigens ein milder, cremiger Doppelrahm-Frischkäse mit einem Fettgehalt von 80% i.Tr. Er wird aus Rahm hergestelllt, der mit Zitronen, Wein- oder Essigsäure dickgelegt wird..

I.Tr heißt übrigens in Trockenmasse, also 80 Prozent der trockenen Masse muss man hierbei berechnen…

Im Allgemeinen kann man sagen, dass das Tenzan Lab ein toller Ort für einen kleinen Aufenthalt mit Freunden ist, denn das gegenseitige Teilen, Testen oder Probieren ist immer spannend und eröffnet oftmals neue Geschmacksrichtungen.

Der heutige kleine Übergang zum Tee ist auf der einen Seite natürlich Matcha -Mascarpone, aber ebenfalls eine kleine theoretische Sequenz, denn in Japan ist der Teeanbau sehr spannend.



Im abschließenden Part dieses Blogbeitrags möchte ich ein kleines Intermezzo zum Thema Grüntee-Anbau in Japan machen:

Der Anbau hat bereits eine lange, traditionsreiche Geschichte aufzuweisen, denn etwa seit 800 n.Chr beschäftige sich die Insel Kyushu im Süden und Uji, oder auch Kyoto genannt, mit dem Anbau der Teepflanze.

Klassisch fanden die Teepflanzen durch chinesische Mönche den Weg nach Japan.

Die Qualität und auch das Wachstum werden sehr stark durch das Klima beeinflusst und bestimmt, doch knapp 45% der Jahresproduktion stammen aus der Region Shizuoka, westlich von Tokyo.


Um Euch nicht komplett mit den Gebieten zu bombardieren und diesen Part nicht zu trocken zu machen, möchte ich Euch zum Abschluss noch die bekanntesten Regionen für den Grüntee-Anbau nennen und auch gleich dazu sagen, dass es wahrscheinlich nochmals einen Artikel über den spezifischen Anbau in Japan geben wird.

-Shizuoka

-Kuyshu

-Kagoshima (zweitgrößte Teeanbauregion)

-Präfektur Miyazaki

-Fukuoka

-Mie

-Uji, Nishio


Alles in allem gesagt, ist das Thema Grüntee-Anbau, auch durch solche Läden wie das Tenzan Lab natürlich immer weiter im Kommen…

Falls Ihr noch Ideen oder Wünsche habt, über was Ihr einen Bericht lesen möchtet, ob es ein Restaurant, ein Teeladen, oder ein Anbaugebiet ist, bitte lasst es mich wissen, denn nur so kann ich die Blogbeiträge mehr in die Richtung eurer Wünsche bringen

https://www.instagram.com/strateege_leroyhenze

oder schickt mir eine Mail an info@leroyhenze.com und freut Euch weiterhin auf Projekte.


Bis nächsten Freitag

Tea Master Leroy

0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

5 HT(EE)P

Leroy Henze, 25

Jüngster Tea Master Gold Europas 2018

Ernährungsberater/ Student Sportmanagement

  • LinkedIn Social Icon
  • Instagram