Nihombashi Berlin

Aktualisiert: 29. Juli 2020

Ich grüße Euch liebe Teefreunde,


es ist wieder einmal soweit, schon wieder Freitag, unglaublich, dass der erste Monat 2020 schon wieder vorbei ist...


Manchmal ergeben sich einige Dinge per Zufall und bei manchen Dingen muss man etwas länger warten, bis sie zu einem kommen.

Doch das Glück kommt zu dem, der warten kann und genau das ist der heutige Spruch, den Ich Euch mitgeben möchte.


Manchmal muss man auf die richtigen Ereignisse warten, um zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.


Der heutige Blogbeitrag hat im weitesten Sinne mit der Teekultur zu tun, zumindest mit dem Land, der Sensorik und der Atmosphäre.


Das Nihombashi, ein Sushi Bar&Ramen Temple, wie es sich selbst nennt, ist ein schmuck eingerichtetes Restaurant, das sich auf Sushi spezialisiert.

http://nihombashi.de/


Für alle, die sich fragen, was Sushi mit dem Tee zu tun hat, habe ich hier mal zwei Ansatzpunkte aufgeschrieben:


Sushi kommt aus dem asiatischen Raum und heißt laut der Überlieferung „gesäuert“ übersetzt.

Aus dem asiatischen Raum kommen natürlich auch tolle Tees, wie aus Japan, oder auch aus China.


Sowohl die grünen Tees auf der japanischen Seite, als auch schwarze Tees aus China, wie z.B Keemun, ein leicht nussiger Tee, der sehr oft als Basis für den Lapsang Souchong verwendet wird.

Den Lapsang Souchong habe ich ja schon in einigen TeaMaster Blogbeiträgen vorgestellt.


Ein über Pinienholz geräucherter Schwarztee mit tollem Aroma.

Punkt 2 der mit Tee zu tun hat ist folgender:

Sushi ist kein ursprünglich japanisches Gericht, sondern hat seinen wirklichen Ursprung in einer Art und Weise Süßwasserfisch zu konservieren.


Die Bewohner Mekongs waren sehr clever und entwickelten die Methode den gesäuberten Fisch in gekochtem Reis in Gefäßen zu fermentieren


Da wären wir wieder bei der Verbindung zum Tee, denn wie Ihr wisst, wird Schwarztee komplett fermentiert und entwickelt somit eine andere Aromatik als Grüntee, bei dem die Fermentation gestoppt wird.


Normalerweise wurde der Reis leicht säuerlich nach der Fermentation, bei dieser Methode aber nicht..

Clever oder?


Welchen Tee bestellt man sich in solch einem Restaurant? Na klar, einen Grüntee mit geröstetem Vollkornreis, einen Genmaicha.

Ein sehr nussiger, sehr feiner Grüntee, bei dem der geröstete Vollkornreis seine Nuance reingibt.


Gibt es denn etwas besseres als diese Kombination.

Die Speisenauswahl dazu war einfach sehr gut, es gab eine gemischte Platte mit Avocado, Frischkäse, Lachs, etc.


Ich glaube das wäre tatsächlich zu weit, jedes Item zu deklarieren und sensorisch zu analysieren.

Als ich das Restaurant zum ersten Mal betrat, war es tatsächlich etwas ungewöhnlich, leicht wie in einem Comicfilm.

Die Inneneinrichtung ist stilistisch minimal, aber doch gemütlich.


Für einen entspannten langen Aufenthalt ist das Restaurant eher nichts, aber die Speisenauswahl ist groß und gut, vielfältig und die Speisen werden frisch zubereitet.


Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss, denn schaut auf dem folgenden Foto, was es als Dessert auf der Karte gibt, ein Matcha Parfait, das schreit doch nach einem erneuten Besuch mit jemandem, der das Dessert für mich probiert :)

Kleiner Spaß beiseite, das ist definitiv einen erneuten Besuch wert.


Matcha ist ein pulverisierter japanischer Grüntee, der meist aus einem Gyokuro und auch Tencha hergestellt wird.

Beide gehören zur Kategorie der "Schattentees", bei dem die Stecklinge, das heißt die heranwachsenden Teepflanzen, mit kleinen Bambusmatten überdeckt werden, sodass diese keinen oder wenig Sauerstoff und Lichtzufuhr erhalten.

Deshalb wird die Fotosynthese gestört und der grüne Farbstoff Chlorophyll, der gewöhnlich als Endprodukt der Fotosynthese entsteht, kann nicht gebildet werden.

Während dieses Vorgangs, bei dem die Pflanze nun pflanzeneigen Energie aufwendet und Teein herstellt, bildet sich nun Chlorophyll und das Pflanzenblatt wird grün.

Falls Ihr noch Ideen oder Wünsche habt, über was Ihr einen Bericht lesen möchtet, ob es ein Restaurant, ein Teeladen, oder ein Anbaugebiet ist, bitte lasst es mich wissen, denn nur so kann ich die Blogbeiträge mehr in die Richtung eurer Wünsche bringen

https://www.instagram.com/leroy.henze_official/

oder schickt mir eine Mail an info@leroyhenze.com und freut Euch weiterhin auf Projekte.

Bis nächsten Freitag

Tea Master Leroy

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