Shincha - eine regelrechte Wunderteematik

Servus liebe Teefreunde,

ich grüße Dich zu einem neuen Blogbeitrag und dieser wird ganz fein und edel… Hast du schon die neueste Podcastfolge gehört? Noch nicht, höre nach dem Lesen auf jeden Fall rein!

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Bevor ich mit dem Blogpost beginne, möchte ich die lange Tradition aufrecht erhalten und mit dem Motivationsimpuls starten.

Was würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen, wenn du drei Dinge wählen könntest? Eine spannende Frage, die mich tatsächlich sehr inspiriert hat, Dinge auch mehr wertzschätzen. Was brauchst Du nämlich wirklich und was ist eigentlich nur ein „Nice to have“?


Um dahingehend überzugehen, müsste ich echt gut überlegen, Tee an sich könnte man natürlich mitnehmen, da kommt aber auch einiges an Equipment dazu..

Das heutige Thema hat mit einem grünen Tee zu tun und dieser trägt den Name Shincha, was übersetzt neuer Tee bedeutet.



Die jüngsten und feinsten Teeblätter werden dazu in einer Special Edition aus den besten japanischen Tee produziert. Wie auch ein Gyokuro oder ein Kabusecha, die ihr alle aus den vorherigen Blogartikeln kennt, ist ein klassischer Shincha ein Schattentee.

Ende April wird der Shincha in einer traditionellen Pflückung, in der 88. Nacht nach dem chinesischen Frühlingsbeginn (dem 4.Februar) beginnt die Erntezeit. Nur wenige Wochen nach der ersten Ernte wird Shincha bereits angeboten und ist teilweise im Mai schon ausverkauft. Viele japanische Teeproduzenten veranstalten hierzu ganz fröhliche Feste in ganz Japan. Aber auch in Deutschland wird die Nachfrage deutlich größer.

„Shin“ bedeutet auf japanisch neu und „Cha“ heißt ja, wie ihr alle bereits wisst, Tee. Ein besonders schmackhafter Tee , der sich auch zu einer ersten Ernte des Sencha unterscheidet.


Vergleicht man die späteren Ernten , nicht von den jüngsten Knospen und Blättern des grünen Tees, die gesundheitlich und geschmacklich als Beste Ernte gilt, gilt allgemein, dass diese die Beste ist. Bei der späteren Ernte, die dann Nibancha (2. Ernte) und Sanbancha (3. Ernte) genannt werden, ist die Vollmundigkeit nicht so vorhanden.



Die 1. Ernte wird Ichibancha, auch first flush, genannt. Bei einem Shincha geht es um genau so einen Tee, für den die allererste Pflückung verwendet wird. Wie in den meisten Fällen in Japan sind die Teefarmer sehr sorgfältig und achten bereits auf die Vorbereitung im Herbst und im Winter, dass die Pflanzen vor Frost bis Ende April geschützt sind. Manchmal kommt es vor, dass Shincha nur an einem oder zwei Tagen bei Sonnenschein geerntet wird, das lässt natürlich den Preis in die Höhe steigen.


Des Weiteren ist die Feuchtigkeit etwas höher bei einem Shincha nach der Verarbeitung. Shincha wird direkt nach der Ernte komplett zu Ende produziert und hat meist einen Feuchtigkeitsgehalt von 5%, wobei ein Sencha 3-4% hat. Was man dazu sagen muss, ist er etwas kürzer haltbar, aber auch eben frischer Shincha wird in der Regel sofort nach der Ernte und der Verarbeitung per Flugzeug eingeflogen und ist in wenigen Tagen bereits bei uns beispielsweise. Dementsprechend wird der Tee so etwas teurer, aber die Frische hat höchste Priorität.



Ein weiterer Grund für die besondere Qualität liegt tatsächlich daran, dass seit Spätsommer/Herbst über den ganzen Winter bis Frühling, die Teepflanzen besonders viele Nährstoffe inne haben und ansammeln, die sich dann in den jungen Knospen sammeln

Ein hoher Gehalt an Aminosäuren, vor allem L-Theanin ist in solchen Shinchas zu finden. Eine intensivere Nuance, sowie eine delikate Aromatik wirkt erfrischend und nuancenreich.

Abschließend möchte ich noch auf die speziellen Inhaltsstoffe zu sprechen kommen:

In der Zeit bis zum Frühjahr wächst die Teepflanze aufgrund der niedrigeren Temperaturen langsamer, was aber zu sehr viel Nährstoffen führt. Der Shincha verfügt über einen deutlich höheren Gehalt wichtiger Nährstoffe und entfaltet damit die die höchste Qualität und Wirkung. Es sind viele Vitamine, wichtige Aminosäuren und ungesättigte Fettsäuren und ein hoher Catechine-Gehalt vorhanden. Der Koffeinanteil ist etwas geringer und leichter verträglich.


Ein echt toller Tee, den man übrigens hier kaufen kann….

https://aiyatea.com/produkte/#gruentee


Falls Ihr noch Ideen oder Wünsche habt, über was Ihr einen Bericht lesen möchtet, ob es ein Restaurant, ein Teeladen, oder ein Anbaugebiet ist, bitte lasst es mich wissen, denn nur so kann ich die Blogbeiträge mehr in die Richtung eurer Wünsche bringen https://www.instagram.com/strateege_leroy.henze

oder schickt mir eine Mail an info@leroyhenze.com und freut Euch weiterhin auf Projekte


Bis nächsten Freitag


Tea Master Leroy


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